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Bericht

Der Titel dieses Berichtes verrät nicht alles, ich hatte 3 Wanderungen in den Kitzbüheler Alpen und 2 im Appenzellerland. Dazu gab es noch je eine Wanderung im Toggenburg und im Bregenzerwald. Nicht wenige Autokilometer legte ich in Deutschland zurück, damit gewann ich alternative Fahrrouten zur der mir sehr bekannten Arlberg Schnellstrasse und der Inntal Autobahn. Stadtrundgänge gab es in Bad Tölz, Kufstein, Kempten und Bregenz, natürlich habe ich die Zentren von St. Johann und Kitzbühel durchstreift.

Reiseprogramm

Appenzellerland und Toggenburg

Schon im Kindesalter war ich mit meinen Eltern in den Ferien in Waldhaus. Dabei gab es auch einen Ausflug auf den Säntis, welcher bei mir sehr positive Eindrücker hinterliess. Daher ist nicht verwunderlich, dass ich im Frühsommer 2015 das Appenzellerland aufsuchte. Leider zerstörte mir damals das nicht angekündigte schlechte Wetter meine Wandergelüste in dieser Gegend. Diesmal klappte es mit drei Wanderungen.

19.06: Steffisburg - Brülisau (Wanderung Hoher Kasten) - Appenzell
Hoher Kasten mit Blick Sämtisersee und Säntis An diesem Tag musste ich zuerst eine Fahrdistanz von etwa 250 km von meinem Wohnort nach Brülisau hinter mich bringen. Dort nahm ich den Aufstieg zum Hoher Kasten unter die Füsse. Beim Abstieg wählte ich den Weg in Richtung Sämtisersee, ohne jedoch diesen erreicht zu haben. Die Wanderdistanz von weniger als 14 km war sehr angenehm für diesen ersten Tag. Meine Unterkunft befand sich in der ausgedehnten Ortschaft Appenzell.


20.06: Appenzell - Unterwasser (Wanderung Hinterrugg) - Schoppernau
Oberhalb Unterwasser mit Blick nach Untwasser und Säntis
Mit einer einstündigen Autofahrt gelangte ich nach Unterwasser. Für diesen zweiten Tag wählte ich die Wanderung zum Hinterrugg, es ist der höchste Gipfel der Churfirsten. Leider verpasste ich in der Gegend Zinggen die Wegverzweigung und war damit in Richtung Langlitten unterwegs. Somit können bei dieser circa 21 km Rundwanderung etwa zwei Kilometer einer Unaufmerksamkeit angerechnet werden. Der Abstieg führte über Chäserrugg und danach mehrheitlich in dessen Skigebiet. Nach rund einer 90-minütigen Autofahrt erreichte ich meine Übernachtungsherberge im Bregenzerwald.

21.06: Schoppernau - Bad Tölz - Kitzbühel - St. Johann in Tirol

An diesem Tag hielt sich meine Wanderlust in Grenzen, daher wählte ich eine ausgedehnte Fahrroute, die über Bad Tölz und Kitzbühel nach St. Johann in Tirol führte. Für die Fahrstrecke von etwa 300 km sass ich ungefähr 5 Stunden hinter dem Steuerrad. Der erste längere Zwischenstopp erfolgte in Bad Tölz, wo ich dem historischen Stadtrundgang folgte. Nach der Verpflegung setzte ich die Fahrt in Richtung Süden fort, dabei fuhr ich dem beachtenswerten Achensee entlang. In Kitzbühel gab es einen längeren Stopp, nach dem Besuch des Touristenbüros hatte ich eine grosse Menge Informationsmaterial über mögliche Wanderrouten in den Kitzbüheler Alpen. Nachdem Zvieri und der Durchsicht der Informationen suchte ich meine Herberge in St. Johann in Tirol auf.

Kitzbüheler Alpen

Kitzbüheler Alpen nennt sich eine grössere Gebirgsgruppe, welche nicht nur die Berge in der näheren Umgebung von Kitzbühel mit einschliesst. Ich hatte in St. Johann in Tirol 4 Übernachtungen und genoss dabei drei Wanderungen, damit gewann ich einen kleinen Überblick über dieses Gebirge.

22.06: St. Johann in Tirol - Kitzbühel (Wanderung Kitzbüheler Horn) - St. Johann in Tirol
Oberhalb Kitzbühel mit Blick nach Westen, zentral Pengelstein, rechts Kirchberg
Ich fuhr nach Kitzbühel und wanderte in Richtung Kitzbüheler Horn. Leider führt auch eine Panoramastrasse zum Alpenhaus auf 1670 m u. A., dieses liegt somit nur etwa 300 m unterhalb des Horns. Vor diesem Alpenhaus teilen sich die Autos und Wanderer gemeinsam eine Strasse, was das Bergidyll erheblich stört. Positiv ist der Alpenblumengarten knapp unterhalb des Horns, der sowohl inländische wie auch internationale Pflanzen präsentiert. Die Gewächse sind mit Informationstafeln beschildert. Von den drei Wanderungen in den Kitzbüheler Aplen war es diese mit dem besten Panorama.

Nach dieser Wanderung fuhr ich zurück nach St. Johann und begab mich in die Panorama Badewelt. Dieses Freibad hat eine grosse Liegewiese und glücklicherweise auch ein 50-m-Sportbecken.

23.06: St. Johann in Tirol - Fieberbrunn (Wanderung Wildseeloder) - St. Johann in Tirol

Wildseeloder mit Blick Wildseelodersee

Zuerst gab es eine kurze Autofahrt nach Fieberbrunn. Dort angekommen startete ich die fast 20 km Rundwanderung in Richtung Lärchfilzhochalm. Von dort ging es hinauf zum Wildseeloder Haus und weiter auf den Wildseeloder auf 2117 m ü. A., leider war der Himmel wolkenbehangen. Der Abstieg folgte über Lärchfilzkogel, Streuböden Alm und Zillstattweg nach Lindau.


24.06: St. Johann in Tirol - Westendorf (Wanderung Gampenkogel) - Kufstein - St. Johann in Tirol
Wasserfallweg mit Blick nach Nordwesen nach Ortschaft Itter und rechts Hohe Salve
An diesem Samstag war durch die Veranstaltung KitzAlpBike 2017 sehr viele Radfahrer in der Gegend Kirchberg in Tirol und Westendorf unterwegs. Die Wanderung an diesem Tag führte über viele Kilometer auf asphaltierten Strassen. Bezüglich der Aussicht war an dieser 22 km langen Rundwanderung nichts Hervorstechendes.

Am späteren Nachmittag folgte noch ein Ausflug nach Kufstein, auch dort gab es mit dem 39. Kaiserfest eine Veranstaltung.

25.06: St. Johann in Tirol - Prien am Chiemsee - Gmund am Tegernsee - Kempten - Bregenz - Mellau

Dieser Sonntag startete sehr regnerisch, daher wählte ich eine zeitlich längere Fahrroute von etwa 370 km über Deutschland in den Bregenzerwald. Der erste Halt in Prien am Chiemsee wurde sehr kurz aufgrund des Regens. Beim nächsten Zwischenstopp in Gmund am Tegernsee verliess ich nicht einmal mehr das Auto. Erst im Zentrum vom Kempten machte ich einen ausgedehnten Spaziergang. Mit der Fahrt nach Bregenz wurde das Wetter ziemlich schön, so das ich dort eineinhalb Stunden verbrachte und mich von der Sonne verwöhnen lies. Mit einer dreiviertel Stunden Fahrt erreichte ich mein letztes Hotel in dieser Reise.

26.06: Mellau - Andelsbuch (Wanderung Niedere) - Appenzell (Wanderung Kronberg) - Steffisburg

An diesem Tag nutzte ich das Tageslicht eines Sommertages vollumfänglich. Ich konnte zwei Wanderungen unternehmen und danach trotzdem noch vor der Dunkelheit meinen Wohnort erreichen.

Wanderung: Andelsbuch (Gerach Talstation) - Baumgartenalpe - Hintere Niedere - Vordere Niedere - Gerach Talstation
Aufstieg Niedere mit Blick Nordwesen auf Andelsbuch
Im September 2015 war ich schon einmal von Bezau in Richtung Baumgartenalpe unterwegs, aufgrund des Eindunkelns beschloss ich damals, nicht nach oben zu wandern. Diesmal nahm ich den Wanderweg von der Andelsbuch-Gerach Talstation zur Niedere Bergstation unter die Füsse. Auf dem Bergrücken folgte ich dem Panoramarundweg. Nach dem Abstieg dieser 13-km-Wanderung war es 12:30 Uhr und damit noch genügend Zeit für die zweite Wanderung ab etwa 15:00 Uhr. Auf der 60-km-Autofahrt nach Appenzell, erledigte ich noch einen kleinen Einkauf.

Wanderung: Appenzell (Kaustrasse) - Kronberg - Appenzell (Kaustrasse)
Kronberg mit Blick nach Norden mit Bodensee
Ich kannte die Kaustrasse in Appenzell aufgrund meiner ersten Übernachtung auf dieser Reise. Somit parkierte ich das Auto irgendwo an dieser Strasse, wo die Wanderwege beschildert waren. Für meine letzte Wanderung wählte ich einen Weg in Richtung Kronberg. Auf dem Kronberg angekommen, konnte ich zu meinem Glück eindeutig den Bodensee erkennen, bei meinen Wanderungen im Bregenzerwald war dies nicht möglich. Ich wusste nie, ob der weite Horizont nun der See oder ein Teil des Himmels wäre. Ich war froh nach der knapp 15 km Wanderung mein Auto wieder zu sehen.

Fazit der Reise

Regnerisches Wetter gab es nur am Morgen des 26.06. Schon am Nachmittag dieses Tages, in Bregenz überlegte ich, ob ich dort noch eine Wanderung in die Höhe unternehmen sollte. Das Wandern in den Kitzbüheler Alpen war gut, wahre positive Gefühlsausbrüche wird es in meinen Erinnerungen aber nicht auslösen.

Fotos

Zuerst entwickelte ich die Fotos der Reise »Wanderwoche Zentralschweiz und Tirol«, diese entstanden im Oktober 2017, erst danach begann der Entwicklungsworkflow mit den Fotos dieser Reise. Obwohl ich auch während dieser Reise im Juni bei meistens schönem Wetter wanderte und dabei die Fotos schoss, sind die Unterschiede bezüglich der Fernsicht erheblich. Während der Wanderungen war dieser Unterschied auf den ersten Blick niemals so augenfällig.

Gefahrene Route