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Bericht

Lange Zeit sah es im Herbst 2017 nicht nach einem stabilen Hoch über der Schweiz und dem Tirol aus. Erst gegen Mitte Oktober installierte sich ein stabiles Hoch, welches eine Woche oder gar mehr sonnige Tage versprach. Aus den gesammelten Informationen von vorhergehenden Wanderferien ergaben sich noch einige Wanderorte, die ich ansteuern wollte.

Reiseprogramm

11.10: Steffisburg - Dallenwil (Wanderung Musenalp) - Einsiedeln
Musenalp mit Blick nach Nordosten, bspw. Grosser Mythen
Am ersten Tag wollte ich mit der Wanderung noch vor dem Mittag starten. Ich entschied mich für eine Wanderung in der Gegend Dallenwil oder Wolfenschiessen. Letztendlich nahm ich die Wanderung vom Parkplatz der Talstadion Niederrickenbach in Richtung Musenalp unter die Füsse. Das Wetter an diesem ersten Tag und die Wanderdistanz von etwa 18 km waren ideal. Leider kam danach die Autofahrt nach Einsiedeln auf der Axenstrasse ins Stocken. Trotzdem blieb noch genügend Zeit das Stadtzentrum von Einsiedeln bei Tageslicht zu durchschreiten.

12.10: Einsiedeln - Brunni (Wanderung Grosser Mythen) - Landeck - Kronburg
Grosser Mythen mit Blick auf Vierwaldstätter- und Lauerzersee
Für die kurze Wanderung Grosser Mythen fuhr ich von Einsiedeln nach Brunni. Ab Holzegg ist die Wanderung sehr begehrt, glücklicherweise ist der Wanderweg meistens breit genug um problemlos andere Wanderer passieren zu können. Die Aussicht wurde durch die Anwesenheit von Schönwetterwolken kaum gestört. Nach dem Abstieg konnte ich noch vor dem Mittag die Fahrt in Richtung Österreich aufnehmen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich bei Landeck immer durchgefahren. Diesmal machte ich einen Stopp im Zentrum von Landeck, primäres Ziel war das Tourismusbüro Landeck. Ich besorgte mir Informationsmaterial über mögliche Wanderungen in der näheren Gegend.

13.10: Wanderung Kronburg - Venet - Kreuzjoch - Venetalm - Imsterberg - Kronburg
Kreuzjoch mit Blick auf Imst und Roppen
An diesem Tag gönnte ich meinem Auto eine Fahrpause, umso mehr Zeit hatte ich für eine ausgedehnte Wanderung. Von der Kronburg nahm ich den Aufstieg in Richtung Bergstation Venet unter die Füsse. Nach rund zweieinhalb Stunden erreichte ich diese, es gab einen Fotostopp und eine Verpflegungspause. Da der Weg auch über 2500 m ü. A. schneefrei war, setzte ich die Wanderung in Richtung Venet, Kreuzjoch, Venetalp usw. fort. Auf der Touristenkarte sah diese Rundwanderung kürzer aus, möglicherweise verpasste ich unterwegs eine Abzweigung in Richtung Kronburg. Jedenfalls wanderte ich auf einmal durch Imsterwald und musste gar in den Talgrund absteigen. Die letzten Kilometer meiner bisher längsten Wanderung von über 37 km machte sich in meinen Beinen bemerkbar. Glücklicherweise war das Wetter und damit auch die Temperatur hervorragend für eine Wanderung über diese ungeplante weite Distanz.

Zillertal

Im September 2012 hatte ich zwei Übernachtungen und nur eine Wanderung im Zillertal genossen – das Wetter wollte damals nur einen Tag mitspielen. Das Tal liegt zwischen 500 bis 650 m ü. A. und die Fahrstrecke von Strass im Zillertal bis Mayrhofen beträgt etwa 30 km. Wobei sich das Tal im Mayrhofen in 3 weitere Täler teilt. Somit wäre es für mich wahrscheinlich ein leichtes, 5 attraktive Wanderrouten zu lokalisieren.

14.10: Kronburg - Fügen - Stumm Wanderung (Hamberg) - Zell am Ziller
Hamberg mit Blick nach Süden und Zillertaler Alpen
Am Morgen dieses Tages war mir noch nicht bewusst, wo ich im Zillertal wandern würde. Nach einer 75-minütigen Autofahrt gelangte ich nach Fügen. Dort erkundigte ich mich im Touristenbüro nach möglichen Wanderungen. Letztendlich entschied ich mich für die Wanderung von Stumm auf dem Hamberg. Leider führte ein Teil des Wanderweges über geteerte Strassen, beim Rückweg auf den letzten Kilometer dieser circa 21 km fühlte ich dies in meinem Beinen.

15.10: Zell am Ziller - Finkenberg (Wanderung Penkenjoch) - Mayrhofen - Zell am Ziller
Gegend Penkenjoch mit Blick nach Südosten und Ahronspitze
Die Bergbahnen hatten ihre Sommersaison beendet, dadurch wurde das Penkenjoch für eine Wanderung attraktiver. Die Route führte gegenüber der Vortagswanderung glücklicherweise nur wenig über eine asphaltierte Strasse. Das Penkenjoch wurde noch von einigen wenigen Radfahrern aufgesucht, sonst war es dort oben sehr angenehm ruhig.

Nach fast 5 Jahren wollte ich an diesem Sonntag Mayrhofen noch einen Besuch abstatten. Nach meiner Ankunft, ab 16:00 Uhr, wirkte diese fast 4000-Seelen-Gemeinde wie ausgestorben. Dies war das völlige Gegenteil, was ich vor 5 Jahren erlebt hatte, wahrscheinlich war dies dem Saisonende geschuldet.

Seefeld in Tirol

Als ich die möglichen Fahrstrecken ins Tannheimer Tal recherchierte, sah ich, dass die Fahrt durch Seefeld in Tirol führen könnte. Der Ort liegt auf einer Hochebene von 1180 m ü. A. zwischen Wettersteingebirge und Karwendel. Ich war überzeugt, dass ich dort eine mir entsprechende Wanderung finden würde.

16.10: Zell am Ziller - Seefeld in Tirol (Wanderung Seefelder Spitze)
Seefelder Joch mit Blick nach Westen - Zentrum Hohe Munde
Ziel war eine Wanderung in Seefeld, dazu fuhr ich ohne Zwischenstopp vom Zillertal nach Seefeld. Im Ortszentrum begab ich mich ins Touristenbüro für die Beratung über mögliche Wanderungen. Ich wählte die Rundwanderung, die über die Seefelder Spitze führte. Mit nicht einmal 12 km bevorzugte ich an diesem Tag eine kurze Wanderung. Umso mehr Zeit hatte ich für eine ausgedehnte Ruhepause während der Wanderung und den Ortsbesuch von Seefeld.

Tannheimer Tal

Im Jahre 2015 fuhr ich teilweise durch das Tannheimer Tal, mit diesem ersten Blick empfahl es sich für eine Internetrecherche. Das Tal liegt etwa 1100 m ü. A. und ist circa 20 km lang, wobei die umliegenden Berge etwa 1800 bis 2200 m ü. A. reichen. Somit war dieses Tal jahreszeitlich für mich ideal. Übrigens waren dort noch viele Touristen unterwegs, dies wahrscheinlich aufgrund der geöffneten Bergbahnen.

17.10: Seefeld - Tannheim (Wanderung Neunerköpfle)
Neunerköpfle mit Blick von Aggenstein bis Thaneller
Für die Fahrt nach Tannheim wählte ich eine Strecke über Mittenwald und Vils. Zu dieser Zeit war die Fernpassstrasse wegen Holzschlägerungsarbeiten gesperrt. Somit dauerte die Fahrt nach Tannheim rund zweieinviertel Stunden. Einmal mehr besuchte ich eine Touristeninformation für die üblichen Unterlagen auf. Aufgrund meines Standortes wählte ich eine ausgedehnte Rundwanderung von ungefähr 17 km von Tannheim über Neunerköpfle nach Haldensee und wieder zurück nach Tannheim.

18.10: Tannheim - Schattwald (Wanderung Iselergrat) - Nesselwängle (Wanderung Hahnenkamm) - Tannheim
An meinem letzten Wandertag wollte ich nochmals gegen 30 km Wandern. Dazu wählte ich je eine Wanderung an den Enden des Tales.

Wanderung: Schattwald Stuibenalpe - Kühgundspitze - Iselergrat - Schmugglerweg - Schattwald
Gegend Bergstation Wannenjochbahn mit Blick Tannheimer Tal
Ich parkierte das Auto in Schattwald und begann meine Wanderung in Richtung Stuibenalpe und weiter zur Kühgundspitze. Danach folgte ich dem Iselergrat auf den Iseler. Die Fortsetzung folgte in Richtung Bergstation Iselerbahn. Bis zur Bergstation Wannenjochbahn folgte ich dem Schmugglerweg. Nach der Mittagspause setzte ich den Abstieg in Richtung Schattwald fort.

Wanderung: Nesselwängle - Hahnenkamm - Nesselwängle
Hahnenkamm mit Blick auf das Tannheimer Tal mit Haldensee
Bei der Autofahrt nach Nesselwängle machte ich noch einem Einkaufsstopp für den Flüssigkeitsvorrat meiner zweiten Wanderung. Erst um 14:50 Uhr begann ich mit dieser Wanderung umso mehr drückte ich beim Aufstieg auf das Tempo. Für den Aufstieg benötigte ich weniger als 90 Minuten. Der Abstieg über denselben Weg dauerte nur 10 Minuten weniger, wobei ich diesen bezüglich Tempo nicht mehr forcierte.

19.10 Tannheim - Sonthofen - Steffisburg
Obwohl das Wetter nochmals schön war, hatte ich mich schon am Vortag für einen wanderfreien Tag entschieden. Stattdessen wählte ich eine schöne Fahrtroute zurück in die Schweiz. In Sonthofen tätigte ich noch einige Einkäufe. Die Rückfahrt in die Schweiz konnte ohne Verkehrsstörungen bewältigt werden.

Fazit der Reise

Das Wetter war hervorragend und die Fernsicht auf den Bergen sehr gut. Aufgrund des Wintereinbruches der einige Tage zuvor stattfand, waren Wanderungen auf über 2600 m ü. M. nicht empfehlenswert.

Fotos

Die Fotos der Panoramabilder wurden alle freihändig, alleine ausgerichtet mit dem Neigungssensor kreiert. Nach dem heften der Einzelbilder zu den Panoramabilder, musste ich nur an 3 Panoramas einen kleinen Bereich des Himmels an der oberen Bildkante ergänzen lassen. Für das Heften der Einzelbilder zu einem Panorama benutzte ich Lightroom 6.12 und das Ergänzen des Himmels geschah durch Affinity Photo. Ich werde nie bei Adobe ein Abonnement lösen. Photoshop 6 habe ich von meinem Rechner verbannt.

Gefahrene Route