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Bericht

Bis zu meiner Abreise gab es in diesem Sommer nie eine stabile Hochdrucklage über mehrere Tage in meinem gewünschten Reisegebiet. Ab dem 5. Juli 2016 schien sich ein Hochdruckgebiet für mehrere Tage über dem Südtirol durchzusetzen.

Reiseprogramm

5.07: Steffisburg - Davos - Naturns

Kurz vor Davos bis zur Landesgrenze teilte ich die Strasse mit etlichen bunt bemalten und bizarr beladenen Autos mit niederländischen Fahrzeugkennzeichen. Aufgrund dieser Fahrzeugkolonen von Carbage run verlängerte sich die reine Fahrzeit auf circa 6 Stunden.

Meraner Land

Meine zwei Wandergebiete im Vinschgau bzw. Meraner Land waren schon vor meiner Ankunft ausgewählt. Zufällig habe ich vor einigen Monaten den Film "Bergbauern und Pioniere" gesehen. Dieser Film handelt primär von Leo Gurschler und die Verwirklichung seiner Vision mit der Errichtung der Schnalstaler Gletscherbahn. Damit war meine Neugier auf das Schnalstal geweckt.

6.07: Naturns - Kurzras (Wanderung Lazaunhütte) - Vernagt (Wanderung Bergl Alm) - Naturns
Grawand mit SkigebietAn diesem Tag unternahm ich zwei eher leichte Wanderungen und dazwischen ging es mit der Seilbahn auf die Grawand. Die erste Wanderung führte mich zur Lazaunhütte auf 2435 m ü. M, die reine Wanderzeit betrug circa 75 Minuten, dabei startete der Wanderweg schon bei über 2000 m ü. M. Am frühen Nachmittag führte mich die zweite Rundwanderung von Vernagt auf die Bergl Alm. Der Rückweg folgte oberhalb des südlichen Ufers dem Vernagtsee entlang. Die reine Wanderzeit betrug circa 2 Stunden und 40 Minuten, dabei war die Höhendifferenz zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt etwa 600 m.

7.07: Naturns - Dorf Tirol (Rundwanderung Hochgangscharte, Wanderwege: 24,7,22,6) - Jaufenpass - Sterzing - Oberrasen
Aufstieg Hochgangscharte mit Blick nach Etschtal, Meran und nach_Süden
Im Jahre 2013 wanderte ich hinauf zur Bergstation Hochmuth, jedoch zwang mich damals das Aufziehen eines Gewitters zur Umkehr. Dieses Jahr nahm ich für Hinauf die Aufstiegshilfe in Anspruch und oben angekommen, entschied ich mich für den Wanderweg in Richtung Hochgangscharte. Danach setzte ich meine Rundwanderung entlang des Langsee fort. Der Rückweg führte über das Tiroler Kreuz. An diesem Tag war ich zu Fuss sehr flott unterwegs.

Da ich mich nördlich von Meran befand und so mit auf der Strecke ins Passeiertal, entschied ich mich für die Weiterfahrt nach Sterzing statt nach Bozen. Nach einer Fahrpause setzte ich die Weiterfahrt nach Oberrasen fort.

Seitentäler des Pustertals

Bei meiner ersten Südtirolreise 2013 hatte ich zwei erwanderte Aussichtspunkte des Pustertals in bester Erinnerung. In den beiden letzten Jahren scheiterte ein weiterer Besuch des Pustertals am Wetter. Diesmal besuchte ich vorwiegend die Seitentäler des Pustertals.

8.07: Oberrasen - Pragser Wildsee (Wanderung Seekofel) - Bruneck - Oberrasen
Pragser Wildsee mit Blick nach Süden zum Seekofel
Ich erreichte nach einer knapp halbstündigen Autofahrt den Pragser Wildsee. Ich wählte diesen Freitag, um den Besucherandrang am Wochenende an diesem grössten natürlichen Dolomitensee im Südtirol zu meiden. Vom ersten Parkplatz ausgehend wanderte ich entlang des westlichen Seeufers bevor der Wanderweg am südlichen Seeende in Richtung Seekofel abzweigt. Leider trübte die Bewölkung das Panorama auf dem Seekofel.

Ich belohnte mich in Bruneck mit einigen Süssigkeiten und besorgte mir einige Unterlagen im Touristenbüro.

9.07: Oberrasen - Tauferer Tal (Wanderung Speikboden Gipfel) - Olang - Oberrasen
Gegend Speikboden mit Blick St. Johann im AhrntalFür den Samstag wählte ich eine Wanderung im Tauferer Ahrntal. Leider war das Wetter am Vormittag ziemlich bewölkt. Es wurde aber im Verlauf des Tages immer besser. Bei der Talstation Speikboden startete ich die Wanderung in Richtung Speikboden Alm. Nach der Überwindung dieser circa 1000 Höhenmeter entschied ich mich für die Fortsetzung zum Sonnenklar und weiter mit der Rundwanderung über den Speikboden Gipfel. Der Rückweg ab der Speikboden Alm folgte teilweise grösstenteils demselben Weg wie der Aufstieg.

Mit dem Umweg über Olang bei der Rückfahrt sorgte ich für einen Kaloriennachschub.

10.07: Rundwanderung Rammelstein
Gegend Salzleck mit Blick nach Antholzer See
Dies war der Tag, an dem ich dem Auto eine Pause gönnte. Direkt von meiner Unterkunft begab ich mich an diesem schönen Sonntag in Richtung Hochnall. Diesen erreichte ich kurz vor Mittag. Nach einer kurzen Pause ging es weiter auf den Rammelstein. Der Abstieg erfolgte über Salzleck und Grentealm nach Antholz Niedertal. Dort besuchte ich primär für die Verpflegung ein volkstümliches Musikfest. Für den letzten Streckenteil nach Oberrasen benötigte ich circa eine Stunde, damit ergab dies eine reine Wanderzeit von etwa 5 Stunden.

11.07: Oberrasen - Welsberg - Gsieser Tal (Rundwanderung Riepenspitze) - Oberrasen
Schwarzsee nähe RiepenspitzeZuerst stoppte ich in Welsberg für einen Einkauf der Wanderverpflegung und dem Besuch im Touristenbüro. Ich hatte noch keine bestimmte Wanderung im Gsieser Tal auserkoren, daher benötigte ich Wanderinformationen. Letztendlich wählte ich eine Wanderung ausgehend von der Talschlusshütte in der Nähe von St. Magdelena. In dieser Rundwanderung überquerte ich ab der Kaserspitze die Landesgrenze zu Österreich. Beim Aufstieg in Richtung Riepenspitze sah das Wetter bedrohlich nach Regen aus, jedoch in der Höhe angekommen, erwies sich diese Befürchtung als unbegründet.

 

Tirol

In den folgenden Tagen wurde das Wetter immer schlechter, wobei der Tiefpunkt wahrscheinlich eher am 13.07 als am 14.07 lag. Daher verabschiedete ich mich vom Südtirol in Richtung Innsbruck mit der Option einer Rückkehr bzw. der Alternative eines Wandergebietes in Österreich.

12.07: Oberrasen - Sterzing - Brennerpass - Innsbruck - Axams

Ob auf der Autobahn oder Hauptstrasse von Oberrasen nach Innsbruck ist für die Anzahl der Kilometer unerheblich. Natürlich verlängert sich mit der Hauptstrasse die Fahrdauer um circa eine halbe Stunde auf über zweieinviertel Stunde. Ich hatte genügend Zeit und damit wählte ich die Hauptstrasse. Der Hauptstopp erfolgte beim Outlet Center Brenner. Ich finde die dortige hohe Konzentration von Kleidergeschäften sehr attraktiv, zudem schien mir das allgemeine Preisniveau im Vergleich zur Schweiz ziemlich günstig.

Die Weiterfahrt führte mich nach Innsbruck in die Gegend des DEZ Einkaufszentrum.

13.07: Axams - Völs - Innsbruck - Axams

Das Wetter an diesem Tag war sehr regnerisch. Somit machte ich einen Rundgang durch die Einkaufszentren von Innsbruck. Das Stadtzentrum besuchte ich nur sehr kurz. Grundsätzlich hätte ich schon an diesem Tag die Heimreise antreten können.

14.07: Axams - Bludenz - Steffisburg

Nachdem ich einige Lebensmitteleinkäufe in Axams erledigt hatte, fuhr ich in Richtung Schweiz. Bei der Fahrt konnte ich beobachten, dass die Schneefallgrenze in der Nacht zuvor circa auf 2000 m ü. M gefallen war. Ich machte noch eine kurze Fahrpause in Bludenz.

Wetter

Ich konnte 6 Tage hintereinander wandern, jedoch gab es nie bestes Wanderwetter mit makelloser Fernsicht. Das Wetter war bei den zwei ersten Wanderungen und am Sonntag am sonnigsten.

Unterkunft

Alle 3 Unterkünfte lagen in ruhiger Lage und hatten einen Balkon bzw. eine Terrasse. Die Zimmer waren sehr geräumig und das Preis-Leistungs-Verhältnis war sehr gut.

Fazit der Reise

In diesen 9 Tagen legte das Auto circa 1450 km zurück. Die Wanderungen waren konditionsmässig wenig anspruchsvoll. Anderseits fühlten sich meine Beine nach der dritten Wanderung beim Hinuntergehen irgendwie träge an, wahrscheinlich hätte ein Wanderruhetag nach zwei bzw. drei Wanderungen dahin gehend eine Erleichterung gebracht.

Fotos

Leider war ich im Schnalstal ohne Akku für meine Kamera unterwegs, so musste ich mein Smartphone HTC One (M8) für die Fotos bemühen. Die Fotos wurden mit GPS-Daten des Smartphones ergänzt, bedauerlicherweise hatte dies einmal mehr einige Aussetzer beim Aufzeichnen der Route. Wie in den letzten Jahren beim Bergwandern üblich, machte ich ähnlich viele Panoramabilder wie "normale" Fotos.

Gefahrene Route