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Bericht

Bei meiner letztjährigen Reise in Richtung Nordeuropa war ich zusammengerechnet viele Stunden im Auto unterwegs. Dieses Jahr wollte ich vermehrt das Steuerrad gegen die Wanderschuhe tauschen, dazu folgte ich den Alpen in östliche Richtung.

In der Zeit vom 2.09.2012 bis 27.09.2012 genoss ich eine Wander- und Autotour durch Österreich. Wobei ich zuerst noch je zwei Nächte in den Kantonen Wallis, Tessin und abschliessend in Graubünden verbrachte. Österreich kannte ich vor dieser Reise nur aus beruflicher Stippvisite in den Grenzstädten zur Schweiz bzw. Wien. Es war daher an der Zeit unser östliches Nachbarland die Ehre zu erweisen, nachdem ich in meinem Leben schon viele Monate in Frankreich verbrachte und ich im Jahr 2011 einige meiner Urlaubstage zum Durchfahren von Deutschland nutzte.

Reiseführer

  • Österreich, Baedeker, 13. Auflage 2010
  • Österreich, DK, 2011

Ich benutzte noch zusätzliche Wanderführer für die Schweiz, diese sind hier nicht aufgeführt, da sie nicht explizit für diese Reise gekauft wurden.

Video Reiseführer

Seit 2011 betrachte ich im Vorfeld einer Reise auch Videos über die Reisedestination als Informationsquelle:

  • Die schönsten Länder der Welt – Österreich
  • Wunderschön! ein Reisemagazin: Die Sendungen über Wien für Geniesser und Sommerglück in Kärnten – Sonne, Berge, Seen

Reiseprogramm

2.09: Steffisburg - Saas-Grund
Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg nach Saas-Grund. Das Wetter war trüb, somit beanspruchte ich den Autoverlad Lötschberg und verzichtete auf eine Pässefahrt.

3.09: Wanderung und Saas-Fee erkunden
Triftgletscher mit Blick in Richtung SaastalIm Jahre 2012 wurde der Bürgerpass lanciert, damit gibt es viele Attraktionen zum Vorzugspreis. Der Bürgerpass wurde mir vom Hotel überreicht, damit hatte ich freie Fahrt mit dem Postauto und der Bergbahn.

Saas-Grund - Kreuzboden - Almageller Alp - Furggalp - Saas Almagell: Ich unterbrach die Wanderung in Kreuzboden und setzte mich in die Bergbahn für den Hohsaas. Von der Bergstation führt ein kurzer Weg auf den Triftgletscher. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, einige 100 Meter auf dem Gletscher zu wandern. Zurück im Kreuzboden ging die Wanderung in Richtung Saas Almagell über die Almageller Alp weiter. Der Abschluss dieser Tour war die Fahrt mit dem Postauto von Saas Almagell nach Sass-Grund.

Das Postauto brachte mich am späten Nachmittag von Saas-Grund nach Saas-Fee, wollte ich doch dieses Touristendorf selbst erleben.

4.09: Saas Fee - Nufenenpass - Locarno - Tesserete
Nach der Wanderung vom Vortag, war ich froh, dass ich meinen Beinen und Füssen nicht viel mehr als die Betätigung des Gas- und Bremspedals zumuten musste. Wobei ich beim Zwischenstopp in Locarno schon für ein paar Kilometer spazierte.
Blick Nufenenstrasse und Finsteraarhorn
Auf den Nufenenpass führ die höchstgelegene Passtrasse (2478 m ü M.) die komplett innerhalb der Schweiz liegt. Einem Berner gefällt natürlich die Aussicht auf die Berner Alpen mit dem markanten Finsteraarhorn (4274 m ü M.).

5.09: Wanderung, Schwimmen und Lugano
Blick auf Schwimmbad Tesserete und AgnoMeine Beine und Füsse hatten sich inzwischen von meiner ersten Wanderung dieser Reise erholt. Daher nahm ich eine leichte Wanderung von Tesserete über Monte de Nobili nach Gola di Lago Monti die Gigorio und zurück nach Tesserete unter die Füsse.

Unterwegs bei meiner Wanderung sah ich das Freibad Tesserete, dieser Anblick wirkte anziehend. Daher war dies im Jahr 2012 das letzte Mal, wo ich in einem Freibad einen Kilometer schwamm.

Nach meinen körperlichen Tätigkeiten folgte der Stadtbesuch in Lugano. Meine Unterkunft lag in der Nähe der Busstation, so verzichtete ich an diesem Tag auf die Nutzung des Autos. Leider wurde meine Stadtbesichtigung von einem längeren und heftigen Gewitter gestört.

6.09: Tesserete - Swissminiatur (Melide) - Chiavenna - Maloja - Celerina
Swissminiatur Mövenpick WürenlosNach einer kurzen Autofahrt nach Melide startete ich den Tag im Swissminiatur.

Dort gibt es 120 handgefertigte Modelle der bekanntesten Gebäude, Denkmäler und Transportmittel der Schweiz im Massstab 1:25 zu betrachten.

Die Weiterfahrt führte nach Italien, nördlich dem Lago di Como entlang und zurück in die Schweiz auf dem Maloja. Nach einem längeren Zwischenstopp unter anderem für Erkundigungen des Wandergebiets gab es noch einen Abstecker auf den Julierpass.


7.09: Wanderung, Bergstation Corvatsch (3303 m ü. M.) und Autofahrt nach Poschiavo
Blick nach Silsersee oder Lej da Segl (rät.) Ich parkierte das Auto an der Talstation der Bergbahn Corvatsch in Surlej (1870 m) und nahm den Wanderweg nach Margun Surlej unter die Füsse. Danach folgte ich dem Panoramaweg und den Wasserweg nach der Bergstation Furtschellas La Chüdera (2312 m. ü. M.). Mit der Bergbahn ging es hinunter nach Corvatsch Station Sils. Mit der Wanderung entlang dem Silverplanerseeufer wurde die Rundwanderung abgeschlossen.

Ich hatte gerade noch genügend Zeit für die Bergbahn zur Bergstation Corvatsch. Ich genoss das schöne Wetter und die herrliche Aussicht auf Piz Bernina, Piz Roseg usw.

Im Jahre 2003 war ich mit der Rhätische Bahn auf dem Berninapass, dieses Mal war ich mit dem Auto unterwegs und diese frühe Abendfahrt führte bis nach Poschiavo.

8.09: Celerina - Ofenpass - St. Anton am Arlberg - Lech
Opfenpassstrasse nördlich kurz vor  der PasshöheAn diesem Tag stand eine Autofahrt von circa 200 Km auf dem Tagesprogramm. Dazwischen bzw. danach war noch genügend Zeit, um in St. Anton die Füsse zu vertreten und sich in Zielort Lech zu erkundigen.

Für die Befahrung der Autobahnen in Österreich ist ein Autobahnpickerl erforderlich, ich besorgte mir eine Monatsvignette bei einer Tankstelle in Nauders.

9.09: Wanderungen in Lech
Wanderungen Wöstersattel mit Blick nach LechIm Zusammenhang mit der Übernachtung in der Pension bezog ich gratis die Lech Card. Damit wird die kostenlose Nutzung der Seilbahnen und Sessellifte ermöglicht.

Der Tag begann mit dem Aufstieg in die östlichen Berge von Lech. Am Nachmittag wurde auch die westliche Seite erkundigt. Wobei ich für das Kriegerhorn vornehmlich die Bahnen benutzte.

Die Wanderung Lech - Wöstersattel - Ochsengümples - Rüfispitze liegt in einer herrlichen Gegend.

Ich liess den Sparziergang Schlegelkopf - Kriegerhorn gemütlich angehen, jedenfalls setzte ich mich in mehr als einem Bergrestaurant nieder.

10.09: Lech - Zugspitze (Ehrwald) - Garmisch-Partenkirchen - Innsbruck - Mayrhofen
Zugspitze mit Blick auf Nördliche SchneefelderAn diesem Tag waren die Zugspitze und Innsbruck das Programm:

Zugspitze (2962 m ü. NHN): Es herrschte ein reges Gedränge auf dem höchsten Berg Deutschlands. Als Schweizer muss man nicht dort oben gewesen sein, ich fand den Ausblick nicht unbedingt so fantastisch. Interessant ist das Erlebnismuseum mit einem geschichtlichen Rückblick auf die Eroberung der Zugspitze.

Ich war nur für einen kurzen Stopp in Innsbruck, kaum genügend Zeit für die Sehenswürdigkeiten.

11.09: Wanderung in Mayrhofen
Blick nach Finkenberg in der Nähe der Alpenrose HütteIch wollte eine Wanderung im Zillertal, dabei fiel die Wahl auf Mayrhofen als Standquartier. Als Wanderung wählte ich Mayrhofen - Alpenrose - Edelhütte - Bergstation Ahornbahn. Der Wanderweg folgte anfangs längere Zeit aufwärts durch den Wald, dies war sehr angenehm. Wie schon fast üblich brachte mich die Bergbahn wieder ins Tal, diesmal war es die Ahornbahn.

12.09: Mayrhofen - Kitzbühel - Salzburg
Dies war ein sehr regnerischer Tag, die circa 180 km unterbrach ich nur in Kitzbühel. Angekommen in meiner Unterkunft in Salzburg nahm ich die knappe 1 km Wegstrecke zum Europark Salzburg unter die Füsse. Ich verbrachte dort den restlichen Nachmittag mit Kaffee, süsslichem Gebäck und ein wenig Shopping.

13.09: Salzburg
Dom SalzburgSalzburg bietet auf einem kleinen Raum sehr viel Sehenswertes.

Ich kaufte mir die 24 Stunden Salzburg Card. Wie der Vortag war auch dieser Tag bewölkt und teilweise regnerisch, wobei dies bei den vielen Innenbesichtigungen nicht so negativ ausfiel. Meine Besichtigung startete ich am Domplatz mit der Besichtigung Doms, Residenz-Prunkräume usw. Am Nachmittag kamen noch das Geburtshaus Mozarts, Festspielhäuser, Festung Hohensalzburg hinzu.

14.09: Salzburg - Mondsee - Gmunden - Schladming
Blick nach Gmuden SeeschlossDie etwas mehr als 200 km Wegstrecke nach Schladming, gaben mir viel Zeit für einige Zwischenstopps wie beispielsweise in Mondsee oder Gmunden.

15.09: Wanderungen Planai und Wilden Wasser
Blick von der PlanaiIn den Tagen zuvor war Schnee bis unter 2000 m gefallen. Daher konzentrierten sich meine Wanderungen südlich von Schladming. Im Norden, wo das Dachsteingebirge liegt, lag zu viel Schnee.

Für das Schladming-Dachstein Gebiet wurde mir eine Sommercard von der Pension überreicht, damit sind viele Urlaubserlebnisse wie beispielsweise die Bergbahnen oder Busse gratis.

Im Frühjahr 2013 fanden auf der Planai die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2013 statt. Dies war bei meiner Wanderung, auf die Planei 1906 m u. A. sehr sichtbar, eine noch grüne breite "Skipiste" die ihren Weg in Richtung Tal wälzt. Auch an diesem Tag war das Motto hinauf wandern und hinab mit der Planai Seilbahn.

Die Wanderung, auf die Planai war mühelos. Ich hatte nach dem Mittagessen noch genügend Energie für weitere Kilometer. So spazierte ich einen Teil des "Wilden Wasser" Rundgangs. Wobei ich mich mit der Etappe 1, Talbachklamm und einem Teil der Etappe 2, Mühlenwanderung begnügte.

16.09: Schladming - Mariazell - Stift Melk - Wachau - Wien
Stift Melk DeckenfreskoDas schöne Wetter war zurück, so dass ich diesen Sonntag in vollen Zügen genoss.

Am frühen Nachmittag machte ich einen Zwischenstopp in Mariazell. Verständlicherweise war in diesem Dorf an diesem Tag ein reger Betrieb, ist es doch Österreichs meistbesuchtes und bedeutendstes Wahlfahrtsziel.

Um 15:00 Uhr genoss ich eine Sammelführung durch die Stift Melk, dies ist eins der prächtigsten Barockkloster Österreichs. Anschliessend verweilte ich noch einige Zeit in dessen Gartenpavillon und besuchte anschliessend noch das Dorfzentrum.

Die Fahrt von Melk führte über den schönen Umweg an der Flusslandschaft der Donau nach Wien.

Die Wachau ist das circa 30 Km lange Tal der Donau zwischen Melk und Krems, es bezaubert durch den Wein- und Obstbau an seinen Hängen.

17.09: Wien Tag 1
Im Jahre 1995 war ich zwei Tage beruflich in Wien unterwegs, damals hatte ich leider nur wenig von dieser Stadt mitbekommen.
Gloriette mit Blick auf Schloss Schönbrunn

Ich startete meine zwei Tage in Wien mit der Grand Tour Schlossbesichtigung von Schloss Schönbrunn. Der grosse Park dieses Schlosses lädt zum längeren verweilen ein.

Das zweite Highlight dieses Tages war die Besichtigung des Stephansdom. Vom Südturm gibt es einen guten Überblick aus der Höhe über die Stadt.

Den Rest des Tages bummelte ich durch die Innere Stadt zur Stimmungsaufnahme. Zusätzlich interessierten mich noch Buchhandlungen, Kaffeehäuser und Restaurants.

18.09: Wien Tag 2
Hofburg vom MichaelerplatzWie der erste so war auch der zweite Tag eine gemütliche Angelegenheit.

Zur Einstimmung dieses Tages besuchte ich als erstes das Uhrenmuseum. Mit den Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer nahm ich das Angebot meines Sisi Tickets in der Hofburg war.

Das Hofmobiliendepot Möbel Museum Wien war der letzte Programmpunkt meines Sisi Tickets. Es war ein gemütlicher Rundgang mit vielen sehenswerten Möbeln. War im Schloss Schönbrunn ein gigantischer Besucheransturm, so genoss ich es umsomehr, fast der einzige Besucher dieses Museums zu sein.

Der Weg zum Möbel Museum führte mich durch die Mariahilferstrasse, eine der grössten und bekanntesten Einkaufsstrassen Wien. Sie konnte mich aber nicht zum Einkaufen verführen.

19.09: Wien - Graz - Lassnitzhöhe
Blick über Graz von UhrturmDer Stadtbesuch in Graz war sehr verregnet. Einige Zeit verbrachte ich im Kunsthaus Graz.

20.09: Lassnitzhöhe - Österreichisches Freilichtmuseum Stübing - Klagenfurt am Wörthersee - Bad Kleinkirchheim
Schmiede im Freilichtmuseum StübingZum Glück war das schöne Wetter wieder zurück, ideal um in die Natur zu gehen.


Im Freilichtmusem Stübing durchwanderte ich Österreich vom Burgenland bis nach Vorarlberg.

Klagenfurt: Ich finde Kärnten als Tourist ein sehr schönes und interessantes Bundesland, diese Aussage entstand nicht infolge meines Stadtrundganges durch Klagenfurt.

Für die Autofahrt nach Bad Kleinkirchheim war noch etliche Zeit übrig, sodass ich mein Zielort über einen schönen Umweg ansteuerte. Es gibt in Kärnten einige Seen, auf dieser Fahrt fuhr ich dem Ossiacher-, Afritzer- und der Feldsee entlang.

21.09: Wanderung Priedröf - Brunnachalm
Blick von PriedröfDie Wanderung führte direkt von Bad Kleinkirchheim hinauf auf den Priedröf. Weiter zog sich der Wanderweg nach Brunnachalm. Mit der Brunnachbahn ersparte ich mir den Abstieg nach St. Oswald. Die letzte Etappe war der Spaziergang von St. Oswald nach Bad Kleinkirchheim.

22.09: Wanderung Wöllaner Nock und Autofahrt über Nockalmstrasse
Ausblick in der Gegend Kaiserburg
Durch den Sommer ist meistens alternierend jeden Tag in der Gegend Bad Kleinkirchheim / St. Oswald eine Seilbahn in Betrieb. Am zweiten Tag erfolgte daher der Aufstieg in die südlichen Berge von Bad Kleinkirchheim. Der Abstieg wurde bequem mit der Kaiserburgbahn bewältigt.

Nockalmstrasse (Bad Kleinkirchheim - Nockalmstrasse - Seeboden - Gmünd in Kärnten - Seeboden - Bad Kleinkirchheim): Ich hatte am Nachmittag noch genügend Zeit für die 35 km lange Nockalstrasse mit ihren 52 Kehren.

23.09: Wanderung in Turracher Höhe (1763 m ü A.) auf den Rinsennock (2334 m ü A.) und 3-Seen-Weg
Blick Turachersee beim Abstieg vom RinsennockAn diesem Tag fuhr ich nach Turracher Höhe. Leider war das Wetter nicht gerade schön, trotzdem entschied ich mich aufgrund der Wetterprognosen für eine Wanderung auf den Rinsennock. Erst mit dem Abstieg verzog sich die graue Wetterwand und die Umgebung wurde immer besser sichtbar. Diese Wanderung verkürzte ich beim Hinuntergehen mit der Panoramabahn. Die paar hundert Höhenmeter genügten mir nicht, zudem wurde das Wetter immer schöner, sodass ich noch die Rundwanderung 3-Seen-Weg von circa 7.2 km unter die Füsse nahm.

24.09: Bad Kleinkirchheim - Wanderung von Annenheim nach Kanzelhöhe - Seeboden - Velden
BonsaimuseumDas Wetter war an diesem Tag noch gerade genügend schön für eine Wanderung.

Es war Wegsuche für die Wanderung Annenheim nach Kanzelhöhe angesagt. Ich hatte keine Wanderwegmarkierung von der Talstation der Bergbahn Panorama-Kanzelbahn nach Kanzelhöhe gefunden. Nachdem ich im Kreis gewandert war, wollte ich mein Vorhaben in diesem Aufstieg aufgeben. Zurück bei der Talstation traf ich zwei deutsche Frauen mit derselben Absicht. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, wir wählten Wege jenseits der Markierungen, die irgendwie nach oben führten. Plötzlich, auf vielleicht halben Weg fanden wir einen Wegweiser mit unserem gewünschten Ziel. Nach einem Apfelstrudel im Bergrestaurant ging es mit der Seilbahn zurück nach Annenheim.

Ich hatte noch genügend Zeit, um nach Seeboden zu fahren. Zuerst ging es in Europas grösstes Foltermuseum auf Burg Sommeregg. Nebst den über 100 originaltreuen Exponate gab es eine Lehrreiche Sonderausstellung von Amnesty International.

Wenige Kilometer davon entfernt gibt es ein Bonsaimuseum, welches auf einer Fläche von über 10’000 m2 Bonsai präsentiert.

25.09: Velden - Wanderung Goldeck (2142 m ü. A.) - Minimundus Klagenfurt - Velden
Minimundus Die Bergbahn Dreiländereck in Arnoldstein war für mich unerwartet ausser Betrieb. Hätte ich mich genauer um die Betriebszeiten im Sommer 2012 gekümmert, wäre mir aufgefallen, dass zu diesem Zeitpunkt die Bergbahn schon über eine Woche planmässig ihr Sommerprogramm abgeschlossen hatte. Als Alternative wählte ich die Wanderung auf die Goldeck.

Bei der Wanderung Goldeck startete ich mit einem sehr hohen Schritttempo, musste ich doch die vorgegebene Wanderzeit um mehr als 30 % unterbieten, andernfalls drohte ich die letzte Talfahrt der Bahn zu verpassen. Zuletzt musste ich nicht einmal die letzte Talfahrt beanspruchen, offensichtlich sind die Wanderzeiten für langsame Wanderer berechnet.

Nach dieser Wanderung wollte ich im Minimundus die Welt durchschreiten. Somit ging die Autofahrt von Spital an der Drau nach Klagenfurt, wo das Wetter am späten Nachmittag hervorragend war.

Im Minimundus gibt es rund 150 schöne Modelle von Bauwerken, Schiffen und Zügen aus aller Welt. Wie im Swissminiatur sind im Minimundus die Modell im Massstab 1:25 hergestellt, wobei die Besucher anstelle eines Mövenpick Würenlos den Eiffelturm bewundern dürfen.

26.09: Velden - Grossglockner Hochalpenstrasse - Zell am See - St. Johann im Tirol - Rinn
Kaiser Franz Josefs HöheAm zweitletzten Tag verbrachte ich für die circa 350 km einige Stunden im Auto, die Strasse über den Grossglockner Hochalpenstrasse wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich bezog am Kassenhäuschen am südlichen Eingang ein Gutschein für die Schlechtwetter-Aktion, daraus lässt sich ableiten, wie das Wetter während meiner Passage war. Die Höhe dieser Passstrasse auf Hochtor überbot mit 2504 m ü. A. den Julierpass für einige Meter. Das Wetter in den Bundesländer Salzburg und Tirol wurde im Verlaufe der zweiten Nachmittagshälfte immer besser.

27.09: Rinn - Innsbruck - Bregenz - Steffisburg
Am letzten Tag legte ich mit circa 470 km die längste Wegstrecke dieser Reise zurück. Es gab nochmals längere Zwischenstopps in Innsbruck und Bregenz.

Wetter

Der September 2012 in Österreich war durchschnittlich. Am 13.09.2012 gab es einen kurzen Wintereinbruch, dies wurde mir von Salzburg kommend in Schladming sehr bewusst.

Herrlich wäre sicherlich die Grossglockner Hochalpenstrasse bei schönem Wetter, den Grossglockner hätte ich schon gerne in seiner gesamten Bracht gesehen. In Graz erkannte ich, dass es auch während eines Stadtbesuches zu viel Regnen kann.

Unterkunft

Meistens übernachtete ich in Pensionen. Die Übernachtungen in Österreich hatten das beste Preisleistungsverhältnis meiner bisherigen Reisen in Europa. Es gab keine negative Überraschung, die Qualität war hoch und die Gastgeber allesamt hilfsbereit und zuvorkommend.

Schweiz und Österreich im Vergleich

Bei dieser Rundreise hatte ich das Zimmer im schlechtesten Zustand im Tessin und die teuerste Unterkunft in Celerina, wobei beide Gastgeber sehr zuvorkommend waren. Die Schweiz muss sich aus meiner Perspektive im Reise- und Touristikmarkt während des Sommers um einiges steigern, um Österreich zu konkurrenzieren. Während die Schweiz Übernachtungsrückgang für das Jahr 2012 beklagt, feiert Österreich für dieselbe Periode einen Rekord der Gästenächtigungen. Wäre ich ein Mittelschicht deutscher und hätte die Wahl für Wanderferien in Österreich oder der Schweiz. Es wäre schwierig Österreich nicht den Vorzug zu geben.

Bergbahn oftmals im Preis der Übernachtung inbegriffen

Positiv überrascht war ich vom Angebot, das die Nutzung der Bergbahnen in der Übernachtung inbegriffen war. Bezahlen musste ich nur für die Seilbahn in Mayrhofen, aber auch dort gab es eine Preisreduzierung mit der Übernachtung. Besonders gefiel mir die Abgabe der Kärnten Card durch die Pensionen. Die freien Eintritte oder Preisreduzierungen erstrecken sich über ein Bundesland und nicht nur auf eine Gemeinde und ihre nähere Umgebung.

Technische Fortschritte bei WLAN

Ich benötige das WLAN in den Hotels, da ich während der Reise die zukünftigen Herbergen selektioniere und reserviere. Im 2010 war ich während meiner Südwest Europa Reise mit der Zuverlässigkeit des WLAN in den Unterkünften unzufrieden. Bei dieser Reise gab es kaum noch technische Probleme, was mich sehr erfreute. Nicht beantworten kann ich, ob dies dem allgemeinen technischen Fortschritt oder einer besseren Qualität der Pensionen geschuldet ist.

Fazit der Reise

Ich hatte mir auch Reiseführer für Kroatien, Slowenien und Südtirol besorgt um allenfalls einen Abstecker in diese Gebiete zu machen. Österreich hatte mich mehr bezaubert als zuvor vermutet und Abwanderungsgelüste kamen nicht auf. Österreich hat viele hervorragende Wandergebiete und eine hohe Qualität im Gastgewerbe.

Fotos

Ich war mit einem iPhone und der Nikon Coolpix P7000 unterwegs. Bei einigen meiner Fotos habe ich im Nachhinein die Koordinaten ergänzt. Bei einzelnen Coolpix Fotos habe ich die Koordinaten mit dem iPhone abgeglichen, bei anderen Fotos habe ich die Heuristik angewandt. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass einige Koordinaten auch mal einige Hundert Meter oder mehr von der realen Position der Aufnahme abweichen können.

Gefahrene Route