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Bericht

Der Titel dieses Berichtes verrät nicht alles, ich hatte 3 Wanderungen in den Kitzbüheler Alpen und 2 im Appenzellerland. Dazu gab es noch je eine Wanderung im Toggenburg und im Bregenzerwald. Nicht wenige Autokilometer legte ich in Deutschland zurück, damit gewann ich alternative Fahrrouten zur der mir sehr bekannten Arlberg Schnellstrasse und der Inntal Autobahn. Stadtrundgänge gab es in Bad Tölz, Kufstein, Kempten und Bregenz, natürlich habe ich die Zentren von St. Johann und Kitzbühel durchstreift.

Reiseprogramm

Appenzellerland und Toggenburg

Schon im Kindesalter war ich mit meinen Eltern in den Ferien in Waldhaus. Dabei gab es auch einen Ausflug auf den Säntis, welcher bei mir sehr positive Eindrücker hinterliess. Daher ist nicht verwunderlich, dass ich im Frühsommer 2015 das Appenzellerland aufsuchte. Leider zerstörte mir damals das nicht angekündigte schlechte Wetter meine Wandergelüste in dieser Gegend. Diesmal klappte es mit drei Wanderungen.

19.06: Steffisburg - Brülisau (Wanderung Hoher Kasten) - Appenzell
Hoher Kasten mit Blick Sämtisersee und Säntis An diesem Tag musste ich zuerst eine Fahrdistanz von etwa 250 km von meinem Wohnort nach Brülisau hinter mich bringen. Dort nahm ich den Aufstieg zum Hoher Kasten unter die Füsse. Beim Abstieg wählte ich den Weg in Richtung Sämtisersee, ohne jedoch diesen erreicht zu haben. Die Wanderdistanz von weniger als 14 km war sehr angenehm für diesen ersten Tag. Meine Unterkunft befand sich in der ausgedehnten Ortschaft Appenzell.


20.06: Appenzell - Unterwasser (Wanderung Hinterrugg) - Schoppernau
Oberhalb Unterwasser mit Blick nach Untwasser und Säntis
Mit einer einstündigen Autofahrt gelangte ich nach Unterwasser. Für diesen zweiten Tag wählte ich die Wanderung zum Hinterrugg, es ist der höchste Gipfel der Churfirsten. Leider verpasste ich in der Gegend Zinggen die Wegverzweigung und war damit in Richtung Langlitten unterwegs. Somit können bei dieser circa 21 km Rundwanderung etwa zwei Kilometer einer Unaufmerksamkeit angerechnet werden. Der Abstieg führte über Chäserrugg und danach mehrheitlich in dessen Skigebiet. Nach rund einer 90-minütigen Autofahrt erreichte ich meine Übernachtungsherberge im Bregenzerwald.

21.06: Schoppernau - Bad Tölz - Kitzbühel - St. Johann in Tirol

An diesem Tag hielt sich meine Wanderlust in Grenzen, daher wählte ich eine ausgedehnte Fahrroute, die über Bad Tölz und Kitzbühel nach St. Johann in Tirol führte. Für die Fahrstrecke von etwa 300 km sass ich ungefähr 5 Stunden hinter dem Steuerrad. Der erste längere Zwischenstopp erfolgte in Bad Tölz, wo ich dem historischen Stadtrundgang folgte. Nach der Verpflegung setzte ich die Fahrt in Richtung Süden fort, dabei fuhr ich dem beachtenswerten Achensee entlang. In Kitzbühel gab es einen längeren Stopp, nach dem Besuch des Touristenbüros hatte ich eine grosse Menge Informationsmaterial über mögliche Wanderrouten in den Kitzbüheler Alpen. Nachdem Zvieri und der Durchsicht der Informationen suchte ich meine Herberge in St. Johann in Tirol auf.

Kitzbüheler Alpen

Kitzbüheler Alpen nennt sich eine grössere Gebirgsgruppe, welche nicht nur die Berge in der näheren Umgebung von Kitzbühel mit einschliesst. Ich hatte in St. Johann in Tirol 4 Übernachtungen und genoss dabei drei Wanderungen, damit gewann ich einen kleinen Überblick über dieses Gebirge.

22.06: St. Johann in Tirol - Kitzbühel (Wanderung Kitzbüheler Horn) - St. Johann in Tirol
Oberhalb Kitzbühel mit Blick nach Westen, zentral Pengelstein, rechts Kirchberg
Ich fuhr nach Kitzbühel und wanderte in Richtung Kitzbüheler Horn. Leider führt auch eine Panoramastrasse zum Alpenhaus auf 1670 m u. A., dieses liegt somit nur etwa 300 m unterhalb des Horns. Vor diesem Alpenhaus teilen sich die Autos und Wanderer gemeinsam eine Strasse, was das Bergidyll erheblich stört. Positiv ist der Alpenblumengarten knapp unterhalb des Horns, der sowohl inländische wie auch internationale Pflanzen präsentiert. Die Gewächse sind mit Informationstafeln beschildert. Von den drei Wanderungen in den Kitzbüheler Aplen war es diese mit dem besten Panorama.

Nach dieser Wanderung fuhr ich zurück nach St. Johann und begab mich in die Panorama Badewelt. Dieses Freibad hat eine grosse Liegewiese und glücklicherweise auch ein 50-m-Sportbecken.

23.06: St. Johann in Tirol - Fieberbrunn (Wanderung Wildseeloder) - St. Johann in Tirol

Wildseeloder mit Blick Wildseelodersee

Zuerst gab es eine kurze Autofahrt nach Fieberbrunn. Dort angekommen startete ich die fast 20 km Rundwanderung in Richtung Lärchfilzhochalm. Von dort ging es hinauf zum Wildseeloder Haus und weiter auf den Wildseeloder auf 2117 m ü. A., leider war der Himmel wolkenbehangen. Der Abstieg folgte über Lärchfilzkogel, Streuböden Alm und Zillstattweg nach Lindau.


24.06: St. Johann in Tirol - Westendorf (Wanderung Gampenkogel) - Kufstein - St. Johann in Tirol
Wasserfallweg mit Blick nach Nordwesen nach Ortschaft Itter und rechts Hohe Salve
An diesem Samstag war durch die Veranstaltung KitzAlpBike 2017 sehr viele Radfahrer in der Gegend Kirchberg in Tirol und Westendorf unterwegs. Die Wanderung an diesem Tag führte über viele Kilometer auf asphaltierten Strassen. Bezüglich der Aussicht war an dieser 22 km langen Rundwanderung nichts Hervorstechendes.

Am späteren Nachmittag folgte noch ein Ausflug nach Kufstein, auch dort gab es mit dem 39. Kaiserfest eine Veranstaltung.

25.06: St. Johann in Tirol - Prien am Chiemsee - Gmund am Tegernsee - Kempten - Bregenz - Mellau

Dieser Sonntag startete sehr regnerisch, daher wählte ich eine zeitlich längere Fahrroute von etwa 370 km über Deutschland in den Bregenzerwald. Der erste Halt in Prien am Chiemsee wurde sehr kurz aufgrund des Regens. Beim nächsten Zwischenstopp in Gmund am Tegernsee verliess ich nicht einmal mehr das Auto. Erst im Zentrum vom Kempten machte ich einen ausgedehnten Spaziergang. Mit der Fahrt nach Bregenz wurde das Wetter ziemlich schön, so das ich dort eineinhalb Stunden verbrachte und mich von der Sonne verwöhnen lies. Mit einer dreiviertel Stunden Fahrt erreichte ich mein letztes Hotel in dieser Reise.

26.06: Mellau - Andelsbuch (Wanderung Niedere) - Appenzell (Wanderung Kronberg) - Steffisburg

An diesem Tag nutzte ich das Tageslicht eines Sommertages vollumfänglich. Ich konnte zwei Wanderungen unternehmen und danach trotzdem noch vor der Dunkelheit meinen Wohnort erreichen.

Wanderung: Andelsbuch (Gerach Talstation) - Baumgartenalpe - Hintere Niedere - Vordere Niedere - Gerach Talstation
Aufstieg Niedere mit Blick Nordwesen auf Andelsbuch
Im September 2015 war ich schon einmal von Bezau in Richtung Baumgartenalpe unterwegs, aufgrund des Eindunkelns beschloss ich damals, nicht nach oben zu wandern. Diesmal nahm ich den Wanderweg von der Andelsbuch-Gerach Talstation zur Niedere Bergstation unter die Füsse. Auf dem Bergrücken folgte ich dem Panoramarundweg. Nach dem Abstieg dieser 13-km-Wanderung war es 12:30 Uhr und damit noch genügend Zeit für die zweite Wanderung ab etwa 15:00 Uhr. Auf der 60-km-Autofahrt nach Appenzell, erledigte ich noch einen kleinen Einkauf.

Wanderung: Appenzell (Kaustrasse) - Kronberg - Appenzell (Kaustrasse)
Kronberg mit Blick nach Norden mit Bodensee
Ich kannte die Kaustrasse in Appenzell aufgrund meiner ersten Übernachtung auf dieser Reise. Somit parkierte ich das Auto irgendwo an dieser Strasse, wo die Wanderwege beschildert waren. Für meine letzte Wanderung wählte ich einen Weg in Richtung Kronberg. Auf dem Kronberg angekommen, konnte ich zu meinem Glück eindeutig den Bodensee erkennen, bei meinen Wanderungen im Bregenzerwald war dies nicht möglich. Ich wusste nie, ob der weite Horizont nun der See oder ein Teil des Himmels wäre. Ich war froh nach der knapp 15 km Wanderung mein Auto wieder zu sehen.

Fazit der Reise

Regnerisches Wetter gab es nur am Morgen des 26.06. Schon am Nachmittag dieses Tages, in Bregenz überlegte ich, ob ich dort noch eine Wanderung in die Höhe unternehmen sollte. Das Wandern in den Kitzbüheler Alpen war gut, wahre positive Gefühlsausbrüche wird es in meinen Erinnerungen aber nicht auslösen.

Fotos

Zuerst entwickelte ich die Fotos der Reise »Wanderwoche Zentralschweiz und Tirol«, diese entstanden im Oktober 2017, erst danach begann der Entwicklungsworkflow mit den Fotos dieser Reise. Obwohl ich auch während dieser Reise im Juni bei meistens schönem Wetter wanderte und dabei die Fotos schoss, sind die Unterschiede bezüglich der Fernsicht erheblich. Während der Wanderungen war dieser Unterschied auf den ersten Blick niemals so augenfällig.

Gefahrene Route

Bericht

Lange Zeit sah es im Herbst 2017 nicht nach einem stabilen Hoch über der Schweiz und dem Tirol aus. Erst gegen Mitte Oktober installierte sich ein stabiles Hoch, welches eine Woche oder gar mehr sonnige Tage versprach. Aus den gesammelten Informationen von vorhergehenden Wanderferien ergaben sich noch einige Wanderorte, die ich ansteuern wollte.

Reiseprogramm

11.10: Steffisburg - Dallenwil (Wanderung Musenalp) - Einsiedeln
Musenalp mit Blick nach Nordosten, bspw. Grosser Mythen
Am ersten Tag wollte ich mit der Wanderung noch vor dem Mittag starten. Ich entschied mich für eine Wanderung in der Gegend Dallenwil oder Wolfenschiessen. Letztendlich nahm ich die Wanderung vom Parkplatz der Talstadion Niederrickenbach in Richtung Musenalp unter die Füsse. Das Wetter an diesem ersten Tag und die Wanderdistanz von etwa 18 km waren ideal. Leider kam danach die Autofahrt nach Einsiedeln auf der Axenstrasse ins Stocken. Trotzdem blieb noch genügend Zeit das Stadtzentrum von Einsiedeln bei Tageslicht zu durchschreiten.

12.10: Einsiedeln - Brunni (Wanderung Grosser Mythen) - Landeck - Kronburg
Grosser Mythen mit Blick auf Vierwaldstätter- und Lauerzersee
Für die kurze Wanderung Grosser Mythen fuhr ich von Einsiedeln nach Brunni. Ab Holzegg ist die Wanderung sehr begehrt, glücklicherweise ist der Wanderweg meistens breit genug um problemlos andere Wanderer passieren zu können. Die Aussicht wurde durch die Anwesenheit von Schönwetterwolken kaum gestört. Nach dem Abstieg konnte ich noch vor dem Mittag die Fahrt in Richtung Österreich aufnehmen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich bei Landeck immer durchgefahren. Diesmal machte ich einen Stopp im Zentrum von Landeck, primäres Ziel war das Tourismusbüro Landeck. Ich besorgte mir Informationsmaterial über mögliche Wanderungen in der näheren Gegend.

13.10: Wanderung Kronburg - Venet - Kreuzjoch - Venetalm - Imsterberg - Kronburg
Kreuzjoch mit Blick auf Imst und Roppen
An diesem Tag gönnte ich meinem Auto eine Fahrpause, umso mehr Zeit hatte ich für eine ausgedehnte Wanderung. Von der Kronburg nahm ich den Aufstieg in Richtung Bergstation Venet unter die Füsse. Nach rund zweieinhalb Stunden erreichte ich diese, es gab einen Fotostopp und eine Verpflegungspause. Da der Weg auch über 2500 m ü. A. schneefrei war, setzte ich die Wanderung in Richtung Venet, Kreuzjoch, Venetalp usw. fort. Auf der Touristenkarte sah diese Rundwanderung kürzer aus, möglicherweise verpasste ich unterwegs eine Abzweigung in Richtung Kronburg. Jedenfalls wanderte ich auf einmal durch Imsterwald und musste gar in den Talgrund absteigen. Die letzten Kilometer meiner bisher längsten Wanderung von über 37 km machte sich in meinen Beinen bemerkbar. Glücklicherweise war das Wetter und damit auch die Temperatur hervorragend für eine Wanderung über diese ungeplante weite Distanz.

Zillertal

Im September 2012 hatte ich zwei Übernachtungen und nur eine Wanderung im Zillertal genossen – das Wetter wollte damals nur einen Tag mitspielen. Das Tal liegt zwischen 500 bis 650 m ü. A. und die Fahrstrecke von Strass im Zillertal bis Mayrhofen beträgt etwa 30 km. Wobei sich das Tal im Mayrhofen in 3 weitere Täler teilt. Somit wäre es für mich wahrscheinlich ein leichtes, 5 attraktive Wanderrouten zu lokalisieren.

14.10: Kronburg - Fügen - Stumm Wanderung (Hamberg) - Zell am Ziller
Hamberg mit Blick nach Süden und Zillertaler Alpen
Am Morgen dieses Tages war mir noch nicht bewusst, wo ich im Zillertal wandern würde. Nach einer 75-minütigen Autofahrt gelangte ich nach Fügen. Dort erkundigte ich mich im Touristenbüro nach möglichen Wanderungen. Letztendlich entschied ich mich für die Wanderung von Stumm auf dem Hamberg. Leider führte ein Teil des Wanderweges über geteerte Strassen, beim Rückweg auf den letzten Kilometer dieser circa 21 km fühlte ich dies in meinem Beinen.

15.10: Zell am Ziller - Finkenberg (Wanderung Penkenjoch) - Mayrhofen - Zell am Ziller
Gegend Penkenjoch mit Blick nach Südosten und Ahronspitze
Die Bergbahnen hatten ihre Sommersaison beendet, dadurch wurde das Penkenjoch für eine Wanderung attraktiver. Die Route führte gegenüber der Vortagswanderung glücklicherweise nur wenig über eine asphaltierte Strasse. Das Penkenjoch wurde noch von einigen wenigen Radfahrern aufgesucht, sonst war es dort oben sehr angenehm ruhig.

Nach fast 5 Jahren wollte ich an diesem Sonntag Mayrhofen noch einen Besuch abstatten. Nach meiner Ankunft, ab 16:00 Uhr, wirkte diese fast 4000-Seelen-Gemeinde wie ausgestorben. Dies war das völlige Gegenteil, was ich vor 5 Jahren erlebt hatte, wahrscheinlich war dies dem Saisonende geschuldet.

Seefeld in Tirol

Als ich die möglichen Fahrstrecken ins Tannheimer Tal recherchierte, sah ich, dass die Fahrt durch Seefeld in Tirol führen könnte. Der Ort liegt auf einer Hochebene von 1180 m ü. A. zwischen Wettersteingebirge und Karwendel. Ich war überzeugt, dass ich dort eine mir entsprechende Wanderung finden würde.

16.10: Zell am Ziller - Seefeld in Tirol (Wanderung Seefelder Spitze)
Seefelder Joch mit Blick nach Westen - Zentrum Hohe Munde
Ziel war eine Wanderung in Seefeld, dazu fuhr ich ohne Zwischenstopp vom Zillertal nach Seefeld. Im Ortszentrum begab ich mich ins Touristenbüro für die Beratung über mögliche Wanderungen. Ich wählte die Rundwanderung, die über die Seefelder Spitze führte. Mit nicht einmal 12 km bevorzugte ich an diesem Tag eine kurze Wanderung. Umso mehr Zeit hatte ich für eine ausgedehnte Ruhepause während der Wanderung und den Ortsbesuch von Seefeld.

Tannheimer Tal

Im Jahre 2015 fuhr ich teilweise durch das Tannheimer Tal, mit diesem ersten Blick empfahl es sich für eine Internetrecherche. Das Tal liegt etwa 1100 m ü. A. und ist circa 20 km lang, wobei die umliegenden Berge etwa 1800 bis 2200 m ü. A. reichen. Somit war dieses Tal jahreszeitlich für mich ideal. Übrigens waren dort noch viele Touristen unterwegs, dies wahrscheinlich aufgrund der geöffneten Bergbahnen.

17.10: Seefeld - Tannheim (Wanderung Neunerköpfle)
Neunerköpfle mit Blick von Aggenstein bis Thaneller
Für die Fahrt nach Tannheim wählte ich eine Strecke über Mittenwald und Vils. Zu dieser Zeit war die Fernpassstrasse wegen Holzschlägerungsarbeiten gesperrt. Somit dauerte die Fahrt nach Tannheim rund zweieinviertel Stunden. Einmal mehr besuchte ich eine Touristeninformation für die üblichen Unterlagen auf. Aufgrund meines Standortes wählte ich eine ausgedehnte Rundwanderung von ungefähr 17 km von Tannheim über Neunerköpfle nach Haldensee und wieder zurück nach Tannheim.

18.10: Tannheim - Schattwald (Wanderung Iselergrat) - Nesselwängle (Wanderung Hahnenkamm) - Tannheim
An meinem letzten Wandertag wollte ich nochmals gegen 30 km Wandern. Dazu wählte ich je eine Wanderung an den Enden des Tales.

Wanderung: Schattwald Stuibenalpe - Kühgundspitze - Iselergrat - Schmugglerweg - Schattwald
Gegend Bergstation Wannenjochbahn mit Blick Tannheimer Tal
Ich parkierte das Auto in Schattwald und begann meine Wanderung in Richtung Stuibenalpe und weiter zur Kühgundspitze. Danach folgte ich dem Iselergrat auf den Iseler. Die Fortsetzung folgte in Richtung Bergstation Iselerbahn. Bis zur Bergstation Wannenjochbahn folgte ich dem Schmugglerweg. Nach der Mittagspause setzte ich den Abstieg in Richtung Schattwald fort.

Wanderung: Nesselwängle - Hahnenkamm - Nesselwängle
Hahnenkamm mit Blick auf das Tannheimer Tal mit Haldensee
Bei der Autofahrt nach Nesselwängle machte ich noch einem Einkaufsstopp für den Flüssigkeitsvorrat meiner zweiten Wanderung. Erst um 14:50 Uhr begann ich mit dieser Wanderung umso mehr drückte ich beim Aufstieg auf das Tempo. Für den Aufstieg benötigte ich weniger als 90 Minuten. Der Abstieg über denselben Weg dauerte nur 10 Minuten weniger, wobei ich diesen bezüglich Tempo nicht mehr forcierte.

19.10 Tannheim - Sonthofen - Steffisburg
Obwohl das Wetter nochmals schön war, hatte ich mich schon am Vortag für einen wanderfreien Tag entschieden. Stattdessen wählte ich eine schöne Fahrtroute zurück in die Schweiz. In Sonthofen tätigte ich noch einige Einkäufe. Die Rückfahrt in die Schweiz konnte ohne Verkehrsstörungen bewältigt werden.

Fazit der Reise

Das Wetter war hervorragend und die Fernsicht auf den Bergen sehr gut. Aufgrund des Wintereinbruches der einige Tage zuvor stattfand, waren Wanderungen auf über 2600 m ü. M. nicht empfehlenswert.

Fotos

Die Fotos der Panoramabilder wurden alle freihändig, alleine ausgerichtet mit dem Neigungssensor kreiert. Nach dem heften der Einzelbilder zu den Panoramabilder, musste ich nur an 3 Panoramas einen kleinen Bereich des Himmels an der oberen Bildkante ergänzen lassen. Für das Heften der Einzelbilder zu einem Panorama benutzte ich Lightroom 6.12 und das Ergänzen des Himmels geschah durch Affinity Photo. Ich werde nie bei Adobe ein Abonnement lösen. Photoshop 6 habe ich von meinem Rechner verbannt.

Gefahrene Route


Bericht

Bis zu meiner Abreise gab es in diesem Sommer nie eine stabile Hochdrucklage über mehrere Tage in meinem gewünschten Reisegebiet. Ab dem 5. Juli 2016 schien sich ein Hochdruckgebiet für mehrere Tage über dem Südtirol durchzusetzen.

Reiseprogramm

5.07: Steffisburg - Davos - Naturns

Kurz vor Davos bis zur Landesgrenze teilte ich die Strasse mit etlichen bunt bemalten und bizarr beladenen Autos mit niederländischen Fahrzeugkennzeichen. Aufgrund dieser Fahrzeugkolonen von Carbage run verlängerte sich die reine Fahrzeit auf circa 6 Stunden.

Meraner Land

Meine zwei Wandergebiete im Vinschgau bzw. Meraner Land waren schon vor meiner Ankunft ausgewählt. Zufällig habe ich vor einigen Monaten den Film "Bergbauern und Pioniere" gesehen. Dieser Film handelt primär von Leo Gurschler und die Verwirklichung seiner Vision mit der Errichtung der Schnalstaler Gletscherbahn. Damit war meine Neugier auf das Schnalstal geweckt.

6.07: Naturns - Kurzras (Wanderung Lazaunhütte) - Vernagt (Wanderung Bergl Alm) - Naturns
Grawand mit SkigebietAn diesem Tag unternahm ich zwei eher leichte Wanderungen und dazwischen ging es mit der Seilbahn auf die Grawand. Die erste Wanderung führte mich zur Lazaunhütte auf 2435 m ü. M, die reine Wanderzeit betrug circa 75 Minuten, dabei startete der Wanderweg schon bei über 2000 m ü. M. Am frühen Nachmittag führte mich die zweite Rundwanderung von Vernagt auf die Bergl Alm. Der Rückweg folgte oberhalb des südlichen Ufers dem Vernagtsee entlang. Die reine Wanderzeit betrug circa 2 Stunden und 40 Minuten, dabei war die Höhendifferenz zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt etwa 600 m.

7.07: Naturns - Dorf Tirol (Rundwanderung Hochgangscharte, Wanderwege: 24,7,22,6) - Jaufenpass - Sterzing - Oberrasen
Aufstieg Hochgangscharte mit Blick nach Etschtal, Meran und nach_Süden
Im Jahre 2013 wanderte ich hinauf zur Bergstation Hochmuth, jedoch zwang mich damals das Aufziehen eines Gewitters zur Umkehr. Dieses Jahr nahm ich für Hinauf die Aufstiegshilfe in Anspruch und oben angekommen, entschied ich mich für den Wanderweg in Richtung Hochgangscharte. Danach setzte ich meine Rundwanderung entlang des Langsee fort. Der Rückweg führte über das Tiroler Kreuz. An diesem Tag war ich zu Fuss sehr flott unterwegs.

Da ich mich nördlich von Meran befand und so mit auf der Strecke ins Passeiertal, entschied ich mich für die Weiterfahrt nach Sterzing statt nach Bozen. Nach einer Fahrpause setzte ich die Weiterfahrt nach Oberrasen fort.

Seitentäler des Pustertals

Bei meiner ersten Südtirolreise 2013 hatte ich zwei erwanderte Aussichtspunkte des Pustertals in bester Erinnerung. In den beiden letzten Jahren scheiterte ein weiterer Besuch des Pustertals am Wetter. Diesmal besuchte ich vorwiegend die Seitentäler des Pustertals.

8.07: Oberrasen - Pragser Wildsee (Wanderung Seekofel) - Bruneck - Oberrasen
Pragser Wildsee mit Blick nach Süden zum Seekofel
Ich erreichte nach einer knapp halbstündigen Autofahrt den Pragser Wildsee. Ich wählte diesen Freitag, um den Besucherandrang am Wochenende an diesem grössten natürlichen Dolomitensee im Südtirol zu meiden. Vom ersten Parkplatz ausgehend wanderte ich entlang des westlichen Seeufers bevor der Wanderweg am südlichen Seeende in Richtung Seekofel abzweigt. Leider trübte die Bewölkung das Panorama auf dem Seekofel.

Ich belohnte mich in Bruneck mit einigen Süssigkeiten und besorgte mir einige Unterlagen im Touristenbüro.

9.07: Oberrasen - Tauferer Tal (Wanderung Speikboden Gipfel) - Olang - Oberrasen
Gegend Speikboden mit Blick St. Johann im AhrntalFür den Samstag wählte ich eine Wanderung im Tauferer Ahrntal. Leider war das Wetter am Vormittag ziemlich bewölkt. Es wurde aber im Verlauf des Tages immer besser. Bei der Talstation Speikboden startete ich die Wanderung in Richtung Speikboden Alm. Nach der Überwindung dieser circa 1000 Höhenmeter entschied ich mich für die Fortsetzung zum Sonnenklar und weiter mit der Rundwanderung über den Speikboden Gipfel. Der Rückweg ab der Speikboden Alm folgte teilweise grösstenteils demselben Weg wie der Aufstieg.

Mit dem Umweg über Olang bei der Rückfahrt sorgte ich für einen Kaloriennachschub.

10.07: Rundwanderung Rammelstein
Gegend Salzleck mit Blick nach Antholzer See
Dies war der Tag, an dem ich dem Auto eine Pause gönnte. Direkt von meiner Unterkunft begab ich mich an diesem schönen Sonntag in Richtung Hochnall. Diesen erreichte ich kurz vor Mittag. Nach einer kurzen Pause ging es weiter auf den Rammelstein. Der Abstieg erfolgte über Salzleck und Grentealm nach Antholz Niedertal. Dort besuchte ich primär für die Verpflegung ein volkstümliches Musikfest. Für den letzten Streckenteil nach Oberrasen benötigte ich circa eine Stunde, damit ergab dies eine reine Wanderzeit von etwa 5 Stunden.

11.07: Oberrasen - Welsberg - Gsieser Tal (Rundwanderung Riepenspitze) - Oberrasen
Schwarzsee nähe RiepenspitzeZuerst stoppte ich in Welsberg für einen Einkauf der Wanderverpflegung und dem Besuch im Touristenbüro. Ich hatte noch keine bestimmte Wanderung im Gsieser Tal auserkoren, daher benötigte ich Wanderinformationen. Letztendlich wählte ich eine Wanderung ausgehend von der Talschlusshütte in der Nähe von St. Magdelena. In dieser Rundwanderung überquerte ich ab der Kaserspitze die Landesgrenze zu Österreich. Beim Aufstieg in Richtung Riepenspitze sah das Wetter bedrohlich nach Regen aus, jedoch in der Höhe angekommen, erwies sich diese Befürchtung als unbegründet.

 

Tirol

In den folgenden Tagen wurde das Wetter immer schlechter, wobei der Tiefpunkt wahrscheinlich eher am 13.07 als am 14.07 lag. Daher verabschiedete ich mich vom Südtirol in Richtung Innsbruck mit der Option einer Rückkehr bzw. der Alternative eines Wandergebietes in Österreich.

12.07: Oberrasen - Sterzing - Brennerpass - Innsbruck - Axams

Ob auf der Autobahn oder Hauptstrasse von Oberrasen nach Innsbruck ist für die Anzahl der Kilometer unerheblich. Natürlich verlängert sich mit der Hauptstrasse die Fahrdauer um circa eine halbe Stunde auf über zweieinviertel Stunde. Ich hatte genügend Zeit und damit wählte ich die Hauptstrasse. Der Hauptstopp erfolgte beim Outlet Center Brenner. Ich finde die dortige hohe Konzentration von Kleidergeschäften sehr attraktiv, zudem schien mir das allgemeine Preisniveau im Vergleich zur Schweiz ziemlich günstig.

Die Weiterfahrt führte mich nach Innsbruck in die Gegend des DEZ Einkaufszentrum.

13.07: Axams - Völs - Innsbruck - Axams

Das Wetter an diesem Tag war sehr regnerisch. Somit machte ich einen Rundgang durch die Einkaufszentren von Innsbruck. Das Stadtzentrum besuchte ich nur sehr kurz. Grundsätzlich hätte ich schon an diesem Tag die Heimreise antreten können.

14.07: Axams - Bludenz - Steffisburg

Nachdem ich einige Lebensmitteleinkäufe in Axams erledigt hatte, fuhr ich in Richtung Schweiz. Bei der Fahrt konnte ich beobachten, dass die Schneefallgrenze in der Nacht zuvor circa auf 2000 m ü. M gefallen war. Ich machte noch eine kurze Fahrpause in Bludenz.

Wetter

Ich konnte 6 Tage hintereinander wandern, jedoch gab es nie bestes Wanderwetter mit makelloser Fernsicht. Das Wetter war bei den zwei ersten Wanderungen und am Sonntag am sonnigsten.

Unterkunft

Alle 3 Unterkünfte lagen in ruhiger Lage und hatten einen Balkon bzw. eine Terrasse. Die Zimmer waren sehr geräumig und das Preis-Leistungs-Verhältnis war sehr gut.

Fazit der Reise

In diesen 9 Tagen legte das Auto circa 1450 km zurück. Die Wanderungen waren konditionsmässig wenig anspruchsvoll. Anderseits fühlten sich meine Beine nach der dritten Wanderung beim Hinuntergehen irgendwie träge an, wahrscheinlich hätte ein Wanderruhetag nach zwei bzw. drei Wanderungen dahin gehend eine Erleichterung gebracht.

Fotos

Leider war ich im Schnalstal ohne Akku für meine Kamera unterwegs, so musste ich mein Smartphone HTC One (M8) für die Fotos bemühen. Die Fotos wurden mit GPS-Daten des Smartphones ergänzt, bedauerlicherweise hatte dies einmal mehr einige Aussetzer beim Aufzeichnen der Route. Wie in den letzten Jahren beim Bergwandern üblich, machte ich ähnlich viele Panoramabilder wie "normale" Fotos.


Gefahrene Route

Die Planung der beiden Reisen in diesem Jahr wurde ziemlich stark von den Reisen des Vorjahres geprägt. Mich hatten die Schlösser der Loire sehr beeindruckt, daher überrascht es nicht, dass ich in der Frühsommerreise einige Besichtigungen von Schlössern, Residenzen und Burgen genoss. Mit dieser Mischung aus Besichtigungen und Wanderungen konnte ich die körperlichen Anforderungen der Routen während dieser 20 Tagen langsam erhöhen.

Die Ferienwoche im Herbst war nebst dem Autofahren intensiv von Wanderungen geprägt. Ich dachte mir, nach einem Unterbruch von weniger als 3 Monaten könnte ich körperlich an die Leistung des Frühsommers anknüpfen. Leider musste ich feststellen, dass dies bezüglich des Hinuntergehens nicht funktioniert. Nach der ersten Wanderung fühlte ich einen Muskelkater in den Oberschenkeln. Ich startete im Meraner Land aufgrund des prognostizierten Wetters und der vielen Wanderungen auf unterschiedlichen Höhen.


Bericht

Vom 22. auf den 23. September gab es in den Alpen den ersten Wintereinbruch. Jedoch wurde für danach bis Monatsende ein Altweibersommer prognostiziert. Dies war der Start meiner herbstlichen Wanderwoche im westlichen Tirol und Bregenzerwald. Wobei die schlechteren Wetterverhältnisse im östlichen Tirol mich auf den Westen konzentrieren liessen.

Reiseprogramm

25.09: Steffisburg - Davos - Staben
Ich verliess meinen Wohnort nach 11 Uhr, daher wurde eine Wanderung bei einer reinen Fahrzeit von über fünfeinhalb Stunden eher unwahrscheinlich. Wie schon fast üblich bei dieser Fahrroute in Richtung Südtirol machte ich eine längere Fahrpause in Davos. Bei der Weiterfahrt über den Flüelapass konnte ich mir den Wintereinbruch aus der Nähe betrachten.
Gegend Flüelapass mit Blick in Richtung Norden
Obschon Freitag und Obsternte in Vinschgau, war der Strassenverkehr im Südtirol überraschend flüssig.

Meraner Land

Von meinen letzten Reisen in die Gegend Meran hatte ich noch einige Prospekte der Bergbahnen mit ihren umgebenden Wandergebieten. Ferner hat das Klima, besonders das herbstliche, in dieser Gegend beim Wanderer einen guten Ruf. Falls das Wetter jedoch einmal nicht mitspielt, gibt es möglicherweise eine in kurzer Zeit erreichbare andere Wanderung, beispielsweise in der Region Bozen. Der beliebte Meraner Höhenweg kannte ich bisher nur vom Hörensagen. Daher wollte ich bei dieser Gelegenheit eine kurze Strecke erwandern.

26.09: Wanderung Tscharser Wetterkreuz
Aufstieg Tscharser Wetterkreuz mit Blick nach Tschars, Kastelbell und Latsch
Ich wollte meinem Auto eine Pause gönnen, daher entschloss ich mich für den Aufstieg zum Schloss Juval. Mir war noch nicht klar, wo die Wanderung hinführen sollte. Ich dachte mir, irgendwo würde sich eine Abzweigung in Richtung Meraner Höhenweg finden. Leider war dem nicht so, daher folgte ich dem Weg zum Tscharser Wetterkreuz, dieses war sehr gut sichtbar und schien fast zum Greifen nahe. Irgendwann verlor sich auch dieser Weg und ich orientierte mich an der Landschaft für den Anstieg zu diesem Wetterkreuz. Letztendlich erreichte ich das Wetterkreuz auf 2452 m ü. M, für den Abstieg wählte ich die Route in Richtung Tschars. Nach einer Verpflegungspause bewältigte ich noch die letzten Kilometer nach Staben. Diese Wanderung spürte ich in den folgenden Tagen in meinen Beinen, daher war ich nicht überrascht, wie ich später feststellte, dass ich an diesem Tag über 1900 Höhenmeter zurücklegte.

27.09: Wanderung Staben - Unterstell - Meraner Höhenweg - Giggelberg, Naturns - Staben
Giggelberg mit Blick in Richtung MeranZuerst wanderte ich der Etsch entlang nach Naturns, danach dem Wanderweg 6 bis zum Meraner Höhenweg. Diesem folgte ich bis nach Giggelberg. Den Abstieg verkürzte ich mit der Texelbahn. Nach einer Verpflegungspause in Rabland ging es weiter zum Bahnhof Rabland. Dort nutzte ich zum ersten Mal die Vinschgerbahn. Die Strecke von Naturns nach Staben entlang der Etsch konnte ich meinem Beinen noch zumuten, daher transportierte mich die Bahn von Rabland nach Naturns.

28.09 Staben - Falzeben (Wanderung Kesselberg - Windspitz - Grosser Mittager) - Staben
Nähe Mittagerhütte mit Blick nach Sarntal und Dolomiten
Für eine Wanderung auf der Sonnenterrasse Merans fuhr ich in etwa 50 Minuten nach Falzeben. Dieses Ski- und Wandergebiet ist unter dem Namen Meran 2000 bekannt. Aufgrund des schönen Wetters waren viele Wanderer unterwegs. Ich wählte eine Wanderung in Richtung Kesselberg mit der Fortsetzung auf den Kleiner und Grosser Mittager. Beim Abstieg machte ich noch ein Verpflegungshalt in der Zuegghütte. Die Verkehrslage auf der Rückfahrt nach Staben war sehr flüssig.

Pitztal

Im Frühsommer beobachtete ich bei der Bergstation der Wurmkogelbahn in weiter Ferne bzw. auf den Fotos eine Gondelbahn. Erst nach einer Internetreschere konnte ich die Bergstation den Pitztaler Gletscher zuordnen. Ab diesem Zeitpunkt war das Pitztal ein mögliches Reiseziel. Die meiste Bevölkerung lebt im äusseren Pitztal, während in Fahrrichtung Mittelberg die Besiedelung sehr gering ist. Auffällig ist im Vergleich die relativ hohe Anzahl der Hotels. Ich besuchte die drei Skigebiete im Pitztal. Für zwei Bergbahnen war am 27. September Saisonende, damit war es auf dem Sechszeiger und beim Rifflsee angenehm ruhig. Damit endete auch das Schaulaufen der in Pension lebende 68er-Generation mit ihren Hightech Wanderbekleidung und grossen Rucksäcken.

29.09 Staben - Liss (Wanderung Sechszeiger) - Jerzens
Die Fahrt für den Ortswechsel ins Pitztal über den Reschenpass dauerte ungefähr zweieinhalb Stunden. Die Tage zuvor war es im Pitzal noch nebelig, daher prüfte ich vor der Abfahrt den Wetterbericht, ich wollte unbedingt die Gefahr einer Wanderung im Nebel vermeiden. Kurz nach Mittag erreicht ich den Parkplatz der Talstation der Hochzeiger Bergbahn.
Gegend Sechszeiger Blick WildgratDie Wanderung zum Sechszeiger mit der Überwindung von nur circa 1000 Höhenmeter war nicht sehr anstrengend. Überraschend ist die gute Aussicht auf dem Sechszeiger, beispielsweise ist die verbaute Zugspitze in circa 33 km Entfernung sichtbar.

30.09 Jerzens - Mittelberg (Ausflug Hinterer Brunnenkogel) - Mandarfen (Wanderung Grubenkopf) - Jerzens
Hinterer Brunnenkogel mit Blick Wildspitze und Hinterer BochenkogelAn diesem Tag wollte ich ein Kaffee im Tirols höchsten Café trinken. Zuerst wurde mir die Länge des Pitztals bei der Autofahrt nach Mittelberg bewusst. Nach circa 28 km erreichte ich den Parkplatz bei der Talstation. Mit dem Gletscherexpress, einer Schrägstollenbahn, wird die Höhendifferenz von 1100 auf 2840 m ü. M. überwunden. Von dort geht es mit der Wildspitz Gondelbahn auf über 3440 m ü. M., wessen Skigebietes teilweise schon vor 11 Tagen eröffnet wurde. Die Aussicht hatte meine Erwartung übertroffen, zudem finde ich die Bergstation optisch sehr gelungen.
Grubenkopf mit Blick WildspitzbahnKurz nach dem Mittag startete ich meine Wanderung in Mandarfen in Richtung Rifflsee. Während  dieser Wanderung suchte ich den Ausblick auf die Wildspitzbahn. Aufgrund der Fahrt in einem Schrägstollen, konnte ich mir geografisch nicht exakt vorstellen, wo sich der Hinterer Brunnenkogel befindet. Erst die Fortsetzung auf den Grubenkopf brachte aus der Ferne die Sicht auf die Wildspitzbahn.

Bregenzerwald

Nach Pitztal war der Bregenzerwald sowohl farblich wie auch landschaftlich ein gutes Kontrastprogramm, es fühlte sich Frühherbstlicher an. Der Namen weckt eventuell falsche Hoffnungen, ist doch nur ein Viertel der Gesamtfläche dieser Region bewaltet. Im Gegensatz zu Vogesen, wo der Wald die Landschaft dominiert. Anderseits reichen die Berge des Bregenzerwaldes teilweise über 2000 m ü. M., was ich bevorzuge. Zudem ist die Einwohnerdichte weitaus höher als beispielsweise im Pitztal, was sich positiv auf das Angebot der Lebensmittelgeschäfte auswirkt. In der Zeit zwischen 1. Mai und 31. Oktober gibt es ab 3 Übernachtungen für die Dauer des Aufenthaltes die Bregenzerwald Gäste-Card. Damit sind beispielsweise die Bergbahnen gratis.

1.10 Jerzens - Imst - Taschach - Imst - Damüls (Wanderung Elsenkopf, Damlüser Mittagsspitze) - Bezau
Damlüser Mittagsspitze mit Blick nach Bizau und Runder KopfLeider hatte ich keine Strassenkarte von Österreich mit mir. Somit folgte ich dem Vorschlag meines Navigationsgerätes, welches eine Route über die L266 wählte. Mir gefiel diese Vermeidung der Autobahn und so folgte ich den Anweisungen, bis mich in der Gegend Taschach eine Strassensperre zur Umkehr zwang. Leider wählte das Navigationsgerät danach eine mir grösstenteils bekannte Route auf der Autobahn, die weit nach Westen führte. Die interessantere Alternative wäre die Fahrt über Lech und Warth gewesen.

Mein erstes Ziel im Bregenzerwald war Damüls. Dort startete ich meine Wanderung um circa halb zwei Uhr in Richtung Elsenkopf. Danach setzte ich meine Wanderung mit der Damülser Mittagsspitze fort und über den Hasenbühel Weg ging es mit der Spätnachmittagssonne zurück nach Damüls.
Vor der Fahrt in meine Herberge nach Bezau brauchte ich noch etwas Verpflegung.

2.10 Bezau - Schoppernau (Wanderung Diedamskopf) - Bezau (Wanderung Sonderdach)
Diedamskopf, Plateau Rundweg mit Blick Grosser WiddersteinNach einer Fahrzeit von etwa 20 Minuten erreichte ich den Ausgangsort meiner zweiten Wanderung im Bregenzerwald. Von Schoppernau führte der Weg über Unter-, Mittel- über Oberdiedamsalpe auf den Diedamskopf. Für den Rückweg wählte ich den Weg über das Kreuzle und Breitenaple.
Aufstieg Sonderdach mit Blick auf Damlser Mittagsspitze, Bezau und Hangspitze
Die erste Wanderung dieses Urlaubes war leitungsmässig die Anspruchsvollste. Ich wollte dies übertrumpfen oder eine ähnliche körperliche Leistung erbringen. Daher zog ich nach der Rückfahrt nach Bezau nochmals die Wanderschuhe an und wanderte in Richtung Sonderdach. In Sonderdach gab es kurz die Überlegung in Richtung Bergstation Baumgarten fortzusetzen. Jedoch wäre dies sowohl zeitlich wie auch körperlich eher grenzwertig geworden. Daher folgte ich dem Rundgang in Richtung Ausgangsort.

3.10 Bezau - Alberschwende (Wanderung  Brüggelekopf) - Lustenau - Steffisburg
Brüggelekopf mit Blick nach Osten mit LingenauDie dreieinhalb Stunden heimfahrt wollte ich zuvor mit einer kurzen Wanderung anreichern. Das Wetter war schön und die Stimmung herbstlich mit leichtem Morgennebel. Für die Wanderung auf den Brüggelekopf fuhr ich nach Alberschwende. Kurz nach der Mittagszeit wechselte ich wieder die Schuhe und fuhr in Richtung Lustenau, dort verrichtete ich noch einen kleinen Einkauf. Die Heimfahrt gestaltete sich sehr flüssig.

 


Wetter

Das Wetter war sehr gut. Ich hatte keinen störenden Nebel und meistens blauen oder nur leicht bewölkten Himmel. Ich habe wie in den Alpen üblich, meine Reiseroute gemäss den Wettervorhersagen etwa zwei Tage im Voraus festgelegt.

Unterkunft

Zwei der drei Unterkünfte waren sehr gut. Indessen wurde einer der Unterbringungen aus meiner Sicht in der Buchungsplattform überbewertet.

Fazit der Reise

Aufgrund des Wintereinbruches der einige Tage zuvor stattfand, waren Wanderungen auf über 3000 m ü. M. nicht empfehlenswert. Jedoch bevorzuge ich das Wandern in diese Jahreszeit gegenüber dem Frühsommer. Besonders genoss ich das Wandern an der Herbstsonne in den späteren Nachmittagsstunden. Positiv ist zudem, dass einige Bergbahnen ihre Sommersaison schon beendet haben und damit die Wanderer die nicht wandern aus dem Landschaftsbild verschwunden waren. Ausserdem fand ich die Kombination dieser drei sehr unterschiedlichen Alpenlandschaften sehr gelungen. Mit dieser Reise hatte mein Auto circa 1250 km zurückgelegt, wobei sich nur die Fahrt des ersten Tages mit circa 420 km etwas langatmig anfühlte. Bisher bin ich in Österreich oftmals in den Skigebieten gewandert. Dies führt vielleicht zum falschen Urteil, dass die Österreicher überall Skianlagen hinbauen. Jedenfalls werde ich versuchen, bei weiteren Wanderungen in unserem östlichen Nachbarland, vermehrt Touren ausserhalb der Skigebiete zu berücksichtigen.

Fotos

Von dieser Reise gibt es mehr Panoramabilder als Einzelbilder. Auch bei dieser Reise lies ich das Stativ im Kofferraum des Autos liegen, ich bin zu gerne mit leichtem Gepäck unterwegs. Meine Lumix GH3 hat einen berührungsempfindlichen Farbmonitor, leider ist dies nicht immer nur ein Vorteil. Am Anfang meiner Reise hatte ich die Einstellung der ISO-Empfindlichkeit nicht geachtet. Daher habe ich leider viele Fotos mit ISO 400 als mit dem geringsten Wert von 200. Wahrscheinlich hatte sich dieser Wert über unabsichtliche Berührungen festgesetzt. In der Zukunft werde ich vor jeder Aufnahme exakter die Einstellungen der Kamera prüfen.

Gefahrene Route